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	<title>An(ge)dacht &#8211; Kirche-Velbert.de</title>
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	<description>Evangelische Hoffnungsgemeinde Velbert und Tönisheide</description>
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		<title>Mehr Mensch wagen</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Aug 2026 08:01:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[„Mehr Mensch wagen“ – das klingt nach Mut! Nicht nach dem großen, lauten Mut, sondern nach dem, der sich im Alltag zeigt: in Blicken, Worten, Entscheidungen. Es ist der Mut, [&#8230;]]]></description>
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									<p>„Mehr Mensch wagen“ – das klingt nach Mut! Nicht nach dem großen, lauten Mut, sondern nach dem, der sich im Alltag zeigt: in Blicken, Worten, Entscheidungen. Es ist der Mut, menschlich zu bleiben in einer Gesellschaft, in der uns manchmal Übermenschliches abverlangt wird und in der das Menschliche allzu oft auf der Strecke bleibt.</p><p>Denn was heißt das eigentlich: „menschlich“ sein? Wir leben in einer Zeit, in der vieles schnell gehen muss und perfekt sein soll. Und es gibt tatsächlich eine Technik, die uns erstaunlich viel abnehmen kann und darin nahezu perfekt ist: die KI (künstliche Intelligenz). Sie kann Sprache formulieren, Zusammenhänge ordnen, Vorschläge machen, aber – und das ist eben das Menschliche – sie fühlt nicht. Sie kann sich nicht freuen und nicht weinen.</p><p>„Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden“, schreibt Paulus im Römerbrief (Röm 12,15). Und damit spricht er uns auf unsere Menschlichkeit an. Auf unsere mitmenschlichen Beziehungen. Ich lasse den anderen nicht allein mit dem, was ihn trifft, sondern ich fühle mit ihm. Weil eben auch der andere ein Mensch ist. Mit Herz. Mit einer persönlichen Geschichte. Mit Stärken, Schwächen und Grenzen. Und mit Würde!</p><p>Jeder Mensch zählt! Nicht, weil er nützlich ist, weil er etwas leisten kann, sondern weil er eben Mensch ist. Von Gott geschaffen und geliebt.</p><p>„Mehr Mensch wagen“ ist also auch eine Lebenshaltung für eine Gemeinschaft. Freude teilen heißt: miteinander den guten Moment feiern, ohne neidisch zu werden, Dankbarkeit sichtbar machen und Hoffnung weitergeben. Und mit jemandem „weinen“ heißt: hinsehen, ernst nehmen, aushalten, da sein, damit niemand allein bleibt.</p><p>Wagen wir es also und werden mutig? „Mehr Mensch wagen“ kann auch eine ganz praktische Entscheidung sein: Wo kann ich Anteil nehmen? Wen kann ich stärken? Wem kann ich zuhören? Wie kann ich mich in eine Gemeinschaft einbringen? Ist vielleicht auch diese Gemeinde ein Gemeinschaftsort für mich? Vielleicht finden Sie sogar einige Ideen in unserem Gemeindebrief. Seien Sie mutig und sprechen Sie uns an!</p><p><i>Ihre Pfarrerin Maret Schmerkotte</i></p><p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-7030 size-medium alignleft" src="https://kirche-velbert.de/wp-content/uploads/Maret_Schmerkotte_quad-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://kirche-velbert.de/wp-content/uploads/Maret_Schmerkotte_quad-300x300.jpg 300w, https://kirche-velbert.de/wp-content/uploads/Maret_Schmerkotte_quad-150x150.jpg 150w, https://kirche-velbert.de/wp-content/uploads/Maret_Schmerkotte_quad-768x768.jpg 768w, https://kirche-velbert.de/wp-content/uploads/Maret_Schmerkotte_quad-600x600.jpg 600w, https://kirche-velbert.de/wp-content/uploads/Maret_Schmerkotte_quad.jpg 996w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>								</div>
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		<title>Glaube und Musik</title>
		<link>https://kirche-velbert.de/glaube-und-musik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 May 2026 15:35:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[An(ge)dacht]]></category>
		<category><![CDATA[Andacht]]></category>
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					<description><![CDATA[Psalm 98, Vers 1: „Singet dem HERRN ein neues Lied, denn er tut Wunder.“ Ganz ehrlich: Ich habe noch nie grundlegend darüber nachgedacht, was Glaube und Musik miteinander zu tun [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="10504" class="elementor elementor-10504" data-elementor-post-type="post">
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									<p><em>Psalm 98, Vers 1:<br /></em><strong><span style="color: #339966;"><em>„Singet dem HERRN ein neues Lied, denn er tut Wunder.“</em></span></strong></p><h2><span style="font-size: 15px; color: #333333; font-weight: normal;">Ganz ehrlich: Ich habe noch nie grundlegend darüber nachgedacht, was Glaube und Musik miteinander zu tun haben. Für mich gehören sie untrennbar zusammen. Dabei war die Musik bei mir zuerst da: Klassische Gitarre. Und dann Lieder begleiten und singen. Damals am liebsten die Beatles: „She loves you“ und „Yesterday“.</span></h2><p>Die Entdeckung des Glaubens kam etwas später. Und damit verbunden die Entdeckung, dass es im Jugendkreis eine maschinengetippte und fotokopierte Liedmappe gab. Darin „Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt“ und jede Menge Lieder, die vom Glauben erzählen und zum Glauben einladen. Akkorde handschriftlich oben drüber. Da kam die Klampfe nicht mehr zur Ruhe. Und die Stimmbänder schon gar nicht. Was für eine Welt an Glaubensliedern!</p><p>Dann kam die Zeit der christlichen Liedermacher: Manfred Siebald. Arno und Andreas. Lieder mit großem Tiefgang. Musikalisch anspruchsvoller. Rockig die Lieder der Band „Damaris Joy“ aus dem Siegerland.</p><p>Es kam die Zeit der Kirchentagslieder. Und immer wieder mussten wir musikalisch dazulernen, um die neuen Lieder singen und spielen zu können.</p><p>Und dann kam ein ganz neues Genre: Anbetungslieder. Zuerst ganz einfache „Chorusse“. Daraus entwickelte sich in den letzten 30 Jahren eine ganz eigene Kultur von „Worship-Liedern“.</p><p>Und daneben die Lieder aus Taizé in Burgund – Lieder des Gotteslobs und der Hingabe an Gott und die Menschen, eine ganz eigene Musik- und Singekultur.</p><p>Ich merke, dass meine eigene Geschichte längst nicht das ganze Spektrum an Glaubensliedern umfasst.</p><p>Hinzu kommen noch all die Lieder, die all die Generationen vor uns gesungen haben.</p><p>Und – es kommen immer wieder neue Lieder hinzu. Glauben scheint sich immer wieder neue musikalische Ausdrucksformen zu suchen.</p><p>Christliche Gemeinde ist immer auch singende Gemeinde. In ihren Gottesdiensten. Aber auch zuhause und unterwegs. Heute gefördert durchs Handy und Streaming-Plattformen. Dort sind alle Glaubenslieder verfügbar, jeder kann sich seine Glaubens-Playlist zusammenstellen.</p><p>Seine geschichtlichen Wurzeln hat das Singen der Christen in den Psalmen, den Lob- und Klageliedern Israels, die auch Jesus gesungen und gebetet hat. Hinzu kamen Lobgesänge über Christus wie das Christuslied im zweiten Kapitel des Philipperbriefes. Gottes Geist scheint die Christen von Anfang an zum Singen inspiriert zu haben.</p><p>Die Liebe Gottes, die in unsere Herzen ausgegossen ist, sucht ihren Ausdruck in Liedern, die von Gott und von Christus erzählen, von der Schönheit und der Tiefe des Glaubens, von Anfechtung und Verheißungen. Und im Singen schaffen diese Lieder einen Raum, in dem man sich bergen kann, in dem der Glaube gestärkt wird und in dem Gott erfahrbar wird.</p><p>Was für ein Geschenk!</p><p><em>Ihr/ euer Uwe Flaig</em></p><p><img decoding="async" class="alignleft wp-image-6836 size-medium" src="https://kirche-velbert.de/wp-content/uploads/Uwe_Flaig_Portrait-300x300.jpeg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://kirche-velbert.de/wp-content/uploads/Uwe_Flaig_Portrait-300x300.jpeg 300w, https://kirche-velbert.de/wp-content/uploads/Uwe_Flaig_Portrait-1024x1024.jpeg 1024w, https://kirche-velbert.de/wp-content/uploads/Uwe_Flaig_Portrait-150x150.jpeg 150w, https://kirche-velbert.de/wp-content/uploads/Uwe_Flaig_Portrait-768x768.jpeg 768w, https://kirche-velbert.de/wp-content/uploads/Uwe_Flaig_Portrait-1536x1536.jpeg 1536w, https://kirche-velbert.de/wp-content/uploads/Uwe_Flaig_Portrait-2048x2048.jpeg 2048w, https://kirche-velbert.de/wp-content/uploads/Uwe_Flaig_Portrait-600x600.jpeg 600w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>								</div>
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		<title>Osteraugen</title>
		<link>https://kirche-velbert.de/osteraugen/</link>
		
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		<pubDate>Wed, 18 Feb 2026 08:00:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[An(ge)dacht]]></category>
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					<description><![CDATA[In Piemont, das an der Grenze zwischen Italien und Frankreich liegt, habe ich mal einen interessanten alten Brauch kennengelernt. Wenn am Ostersonntag in der Frühe zum ersten Mal die Kirchenglocken [&#8230;]]]></description>
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									<p><img decoding="async" class="wp-image-9923 size-medium alignright" src="https://kirche-velbert.de/wp-content/uploads/Maedchen_am_Brunnen-200x300.png" alt="" width="200" height="300" srcset="https://kirche-velbert.de/wp-content/uploads/Maedchen_am_Brunnen-200x300.png 200w, https://kirche-velbert.de/wp-content/uploads/Maedchen_am_Brunnen.png 520w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" />In Piemont, das an der Grenze zwischen Italien und Frankreich liegt, habe ich mal einen interessanten alten Brauch kennengelernt. Wenn am Ostersonntag in der Frühe zum ersten Mal die Kirchenglocken läuten, laufen Kinder und Erwachsene zum Dorfbrunnen und waschen sich die Augen mit dem kühlen und klaren Brunnenwasser. Find ich eine tolle Idee!</p>
<p>Das Waschen der Augen am Ostermorgen soll metaphorisch einen Schleier von den Augen nehmen. Ich kann die Welt und andere Menschen nicht mehr nur oberflächlich, sondern „österlich“ sehen. Ein geniales Zeichen von Auferstehung und neuer Hoffnung. Ich wünsche uns Oster-Augen!</p>
<p><strong>1. Oster-Augen können entdecken, dass in Jesus Christus das Leben endgültig zum Durchbruch gekommen ist</strong>, ein – trotz Leid und Tod – erfülltes und gutes Leben, so wie Gott sich wahres Leben vorstellt. Der Ostermorgen ist der erste Tag der Neuschöpfung dieser Welt. Die Weiche ist unwiderruflich gestellt: Gott wird seine Schöpfung vollenden. Bis der Tod nicht mehr sein wird, und auch kein Leid und kein Geschrei mehr.</p>
<p><strong>2. Oster-Augen verschließen sich nicht vor der Not.</strong> Sie werden sensibel für all die Irrlichter, die Zwielichter, die Grauzonen unseres Zusammenlebens.</p>
<p><strong>3. Oster-Augen lassen sich aber auch leichter zudrücken.</strong> Sie sehen die eigenen Fehler, sie sehen das Bruchstückhafte und sehen darin doch keinen Grund zu resignieren. Denn sie sehen eine andere Wirklichkeit hinter allem: Die Wirklichkeit Gottes, der diese Welt mit sich versöhnt hat. So können sie auch einmal über die Schwächen der anderen gelassen und großzügig hinwegsehen. Sie können verzeihen.</p>
<p><strong>4. Oster-Augen entdecken Jesus Christus in dieser Welt.</strong> So wie die beiden Emmaus-Jünger Jesus erkannten, als er mit ihnen Brot und Wein teilte. Sie konnten ihn nicht festhalten, sie hätten es keinem zweifelnden Außenstehenden beweisen können. Aber sie spürten seinen Geist. Oster-Augen machen neugierig, lehren das genaue Hinsehen und Zuhören.</p>
<p>Auf Tönisheide und in Velbert gibt es keine Dorfbrunnen mehr. Da können wir bergisch flexibel sein und anderes Wasser zu Ostern nehmen. Wie wäre es mit Taufwasser? Könnte man/frau mal probieren!</p>
<figure id="attachment_5135" aria-describedby="caption-attachment-5135" style="width: 247px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-5135 size-medium" src="https://kirche-velbert.de/wp-content/uploads/Pfr_Jeschke_1-247x300.jpg" alt="Foto von Pfarrer Dr. Dieter Jeschke" width="247" height="300" srcset="https://kirche-velbert.de/wp-content/uploads/Pfr_Jeschke_1-247x300.jpg 247w, https://kirche-velbert.de/wp-content/uploads/Pfr_Jeschke_1.jpg 600w" sizes="(max-width: 247px) 100vw, 247px" /><figcaption id="caption-attachment-5135" class="wp-caption-text">Pfarrer Dr. Dieter Jeschke</figcaption></figure>								</div>
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		<title>Gute Vorsätze für das neue Jahr?</title>
		<link>https://kirche-velbert.de/gute-vorsaetze-fuer-das-neue-jahr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Jan 2026 11:59:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[An(ge)dacht]]></category>
		<category><![CDATA[Andacht]]></category>
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					<description><![CDATA[Die 72-Stunden-Regel O je, was ist aus bloß meinen guten Vorsätzen für das neue Jahr 2026 geworden? Natürlich hatte ich mir so einiges vorgenommen: Weniger Schokolade und dafür mehr Rückengymnastik, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;">Die 72-Stunden-Regel<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-5135" src="https://kirche-velbert.de/wp-content/uploads/Pfr_Jeschke_1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" srcset="https://kirche-velbert.de/wp-content/uploads/Pfr_Jeschke_1-150x150.jpg 150w, https://kirche-velbert.de/wp-content/uploads/Pfr_Jeschke_1-600x600.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></p>
<p style="font-weight: 400;">O je, was ist aus bloß meinen guten Vorsätzen für das neue Jahr 2026 geworden?</p>
<p style="font-weight: 400;">Natürlich hatte ich mir so einiges vorgenommen: Weniger Schokolade und dafür mehr Rückengymnastik, weniger gestresst und dafür mehr Zeit zum Beten.</p>
<p style="font-weight: 400;">Irgendwie wollte ich mich im neuen Jahr mehr der Familie und den Freunden widmen, und es sollte alles wenigstens ein bisschen besser werden. Und: Alles viel geruhsamer angehen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Und dann traf ich meinen Freund Sebastian. Er ist Marketing-Stratege und fragte mich, ob ich schon mal etwas von der 72-Stunden-Regel gehört hätte. Hatte ich bisher nicht. Und er erklärte mir:</p>
<p style="font-weight: 400;">Wenn wir uns ein Ziel setzen, dann müssen wir den ersten Schritt zur Zielerreichung innerhalb der nächsten 72 Stunden beginnen. Machen wir das nicht, dann reduziert sich die Chance, das Ziel zu erreichen, auf kümmerliche 1 %. Unser Gehirn mag es nämlich gerne behaglich und träge. Wir stehen uns damit selber im Weg. Es mangelt an Entschlossenheit.</p>
<p style="font-weight: 400;">Und Sebastian erklärte mir weiter: Der erste Schritt zu unserer Zielerreichung kann verglichen werden mit dem Anlegen eines Trampelpfades, denn unser Unterbewusstsein nutzt Trampelpfade.</p>
<p style="font-weight: 400;">Je mehr sie benutzt werden, desto mehr gewöhnt sich unser Gehirn daran. Aber nicht genutzte Trampelpfade wuchern wieder schnell zu.</p>
<p style="font-weight: 400;">O je, die 72 Stunden für meine guten Vorsätze 2026 sind schon vorbei. Was nun?</p>
<p style="font-weight: 400;">Das ist aber vielleicht gar nicht das eigentliche Problem. Gefährlicher ist doch die Vorstellung, dass nur der 31.12. eines Jahres der gültige Stichtag für gute Vorsätze sei. Das stimmt aber -Gott sei Dank- nicht.</p>
<p style="font-weight: 400;">Gott ist an jedem Tag im neuen Jahr für uns da. Er begegnet uns an jedem Tag neu und zeigt uns neue Wege. Er lässt uns jeden Tag Erfahrungen mit sich machen. Und dann kann tatsächlich bei uns etwas Neues beginnen.</p>
<p style="font-weight: 400;"> Ja, so ist es: Dann beginnen die 72 Stunden von vorne. Das findet Sebastian auch gut.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Füllen &#8211; Färben &#8211; Reifen</title>
		<link>https://kirche-velbert.de/fuellen-faerben-reifen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Dec 2025 21:56:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[An(ge)dacht]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Strophe aus dem Gedicht: „Ebereschen“ von Gottfried Benn, einem Lyriker, den ich sehr mag: „Ebereschen – dies Jahr und Jahre immerzuin fahlen Tönen erst und dann in rotengefärbt, gefüllt, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="9369" class="elementor elementor-9369" data-elementor-post-type="post">
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									<p style="text-align: center;">Eine Strophe aus dem Gedicht: „Ebereschen“ von Gottfried Benn, einem Lyriker, den ich sehr mag:</p><p style="text-align: center;"><span style="color: #003366;">„<em>Ebereschen – dies Jahr und Jahre immerzu</em><em><br /></em><em>in fahlen Tönen erst und dann in roten</em><em><br /></em><em>gefärbt, gefüllt, gereift, zu Gott geboten −<br />wo aber fülltest, färbtest, reiftest du − ?“</em></span></p>								</div>
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									<p style="text-align: center;"> <strong>Liebe Gemeinde,</strong></p><p style="text-align: center;">kennen Sie das Leuchten von Ebereschen (es sind ja vor allem ihre Beeren, die so herrliche Farben zeigen) im Herbst des Daseins? Farbe – tief – warm – voller Leben und voller Ernte. Es ist etwas gereift – reif geworden – und das hat Zeit und Ruhe gebraucht. Auch die Stürme des Lebens, die durch den Baum hindurch gegangen sind, sind Teil dieses Reif-Werdens.</p><p style="text-align: center;">Gottfried Benn stellt uns Menschen nun mitten hinein in dieses Geheimnis: „Wo kann sich Dein Leben „färben“, dass es aus großen Händen Profil und Farbe gewinnen kann? Wer oder was kann und darf Dich „füllen“, dass Du einen Grund in Dir selber ahnst, der Dich tragen kann in der Zeit – und auch hinein in die Ewigkeit? Und wie kannst Du „reifen“ &#8211; Du Mensch, der Du ahnst, dass unser Leben am Ende ein Abenteuer ist – aus der Ewigkeit – hin zur Ewigkeit. Ahnst Du, dass auch Du „zu Gott geboten“ bist?</p><p style="text-align: center;">Solches „Färben, Füllen und Reifen“ muss seine Zeit haben dürfen. So wird Gottfried Benns Gedicht für mich eine Einladung, mich auch in diesem Jahr in Ruhe auf das Geheimnis der Advents- und Weihnachtszeit einzulassen: „Habe ich Mut, Kraft und Raum in meinem Herzen, um mich auf dieses Kind in der Krippe einzulassen, das mein Leben „lebendig färben“ will? Kann ich mich von seinem Geheimnis „füllen“ lassen, dass es zum Grund werden kann, der mein Leben trägt? Und will ich in seiner Gegenwart so „reifen“, dass dann eben auch mein Leben „zu Gott geboten“ sein mag?</p><p style="text-align: center;"><em>Einen Advent des ruhigen Färbens, Füllens und Reifens </em><br /><em>wünscht Ihnen Ihr Pfarrer Martin Schmerkotte</em></p>								</div>
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		<title>Gott ist unsere Zuversicht und Stärke (Psalm 46,2)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Sep 2025 16:02:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[An(ge)dacht]]></category>
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									<div style="text-align: center;"><p>Als Martin Luther vor knapp 500 Jahren seinen Choral „Ein feste Burg ist unser Gott&#8220; (EG 362) nach Psalm 46 dichtete, wollte er mit dem Lied Trost vermitteln, Trost in schwerer Zeit innerer und äußerer gefühlter Bedrängnis.</p><p>Dass aus dem Lied das &#8218;lutherische Kampflied&#8216; schlechthin wurde, hatte er wohl nicht im Sinn. Dennoch lohnt es, sich dieses Lied in unseren Tagen näher anzusehen.</p><p> </p><p>Die Sommerferien sind vorbei. In den Schulen, in den Familien, bei der Arbeit, in unserer Gemeinde nimmt der Betrieb wieder Fahrt auf. Hoffentlich gut erholt geht es in die dunkler werdende Jahreszeit, in der die Tage wieder spürbar kürzer werden, der Herbst vor der Tür steht. Die Ernte wird eingeholt. Wegen des angesichts des Klimawandels immer wechselhafteren Wetters fällt die Ernte je nach Fruchtart mal reichlich, mal weniger reichlich aus.</p><p>Auch unsere Kirche trifft der geistliche Klimawandel unserer Tage mal mehr, mal weniger heftig. In der Kirche betrüben uns die seit Jahren hohen Austrittszahlen. Jährlich verlieren wir Gemeindemitglieder im dreistelligen Bereich. Erfreulich ist es da, wenn wir  -wie im vergangenen Sommer-  auch ein Tauffest mit vielen fröhlichen Menschen feiern dürfen!</p><p>Genau in eine derartige Situation hinein spendet der Psalmbeter mit dem  Monatsspruch für den Monat September Hoffnung:</p><p>„Gott ist unsere Zuversicht und Stärke.“</p><p> </p><p>Martin Luther hatte daraus nicht nur das Bild genommen, dass Gott wie eine Burg, also ein sicherer Zufluchtsort, ist. Nein, er fährt fort: „Er hilft uns frei aus aller Not, die uns jetzt hat betroffen.“ Ganz umsonst kommt uns Hilfe zu. Das macht Mut!</p><p>Und dann heißt es später im Lied: „Mit unsrer Macht ist nichts getan&#8230;“ — nicht aus uns kommt die Kraft für eine Veränderung, sondern: „&#8230; es streit&#8216; für uns der rechte Mann, den Gott hat selbst erkoren“. Gott bereitet uns Hilfe.</p><p>„Fragst Du, wer der ist“ (der uns die Hilfe bringt)? „Er heißt Jesus Christ&#8230;“. In ihn setzte Luther, in ihn setzten Christinnen und Christen zu aller Zeit, in ihn setzen auch wir heute unsere Hoffnung für unsere Kirche, unsere Gemeinde vor Ort.</p><p>Vertrauensvolles Singen, Trost und die Kraft, auch in dunkleren Tagen die Hoffnung nicht aufzugeben, wünscht Ihnen</p><p><em>Pfarrer Görge Hasselhoff</em></p></div>								</div>
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		<title>Pfingsten &#8211; Was war das noch mal?</title>
		<link>https://kirche-velbert.de/pfingsten-was-war-das-noch-mal/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Jun 2025 14:15:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[An(ge)dacht]]></category>
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					<description><![CDATA[In wenigen Tagen ist Pfingsten. Was war das noch mal? Ein Ereignis, dasdie erste Gemeinde Jesu Christi kräftig durchgerüttelt hat! Ein heftiges Brausen am Himmel wie von einem gewaltigen Wind – [&#8230;]]]></description>
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									<div style="text-align: center;"><strong>In wenigen Tagen ist Pfingsten. Was war das noch mal? Ein Ereignis, das</strong></div><div style="text-align: center;"><strong>die erste Gemeinde Jesu Christi kräftig durchgerüttelt hat!</strong></div><div style="text-align: center;"> </div><div style="text-align: center;">Ein heftiges Brausen am Himmel wie von einem gewaltigen Wind – der</div><div style="text-align: center;">Heilige Geist auf der Gemeinde – Flammen über ihren Köpfen und kein</div><div style="text-align: center;">Problem, von ihrem Glauben an Gott zu sprechen. Der Geist gab es ihnen</div><div style="text-align: center;">in vollen Zügen und sie teilten es aus. Zuerst untereinander, später</div><div style="text-align: center;">immer weiter. Soweit, wie es ging in der damaligen Supermacht Römisches</div><div style="text-align: center;">Reich. Und was bedeutet uns Pfingsten heute? Ein paar freie Tage, die</div><div style="text-align: center;">wir gerne mitnehmen? Ein alter Zopf, den man auch abschneiden könnte, um</div><div style="text-align: center;">die Steuereinnahmen zu erhöhen? Ein Märchen aus uralten Zeiten? Ein</div><div style="text-align: center;">bisschen von allem? Aber: vielleicht steckt vielmehr darin, sehr viel</div><div style="text-align: center;">mehr! Gehen Sie doch mit mir auf Spurensuche.</div>								</div>
				</div>
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									<div style="text-align: center;">Stichwort Superpower, da liegen wir beim Heiligen Geist sehr richtig. Er</div><div style="text-align: center;">schwebte laut der Schöpfungsgeschichte über den Wassern und war die</div><div style="text-align: center;">Kraft, mit Hilfe derer Gott Chaos und Ödnis zum Leben erweckte. Er</div><div style="text-align: center;">sprach: es werde! und siehe es ward sehr gut. Was umgekehrt bedeutet:</div><div style="text-align: center;">ohne Gottes Geist geht das Leben ein. Damit folgen wir einer zweiten</div><div style="text-align: center;">Spur des Heiligen Geistes. Er hat von Anfang an Widerstreit erfahren.</div><div style="text-align: center;">Adam und Eva. Sie erinnern sich?  Wer hat hier das Sagen? Gottes Geist</div><div style="text-align: center;">und Ja-Wort, oder der Mensch? Der bastelt inzwischen an Marssonden und</div><div style="text-align: center;">Raumstationen, schafft es aber nicht, Hunger, Krieg und Verschwendung,</div><div style="text-align: center;">diese schlimmsten Geißeln der Menschheit, zu beenden. Der Mensch also</div><div style="text-align: center;">eine bedauerliche Fehlplanung? Seiner Verantwortung nicht gewachsen?</div><div style="text-align: center;">Kann man so sehen. Muss man aber nicht.</div>								</div>
				</div>
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										</figure>
									</div>
				</div>
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									<div style="text-align: center;">Im Wochenspruch für die Pfingstwoche kommt eine weitere, sehr wichtige</div><div style="text-align: center;">Spur des Heiligen Geistes dazu: „Es soll nicht durch Heer oder Kraft,</div><div style="text-align: center;">sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth.“</div><div style="text-align: center;">(Sacharja 4,6) „Es“ ist der Neuanfang Israels nach dem babylonischen</div><div style="text-align: center;">Exil 520 v. Chr. „Es“ sind der neue Tempel und das Manövrieren des</div><div style="text-align: center;">kleinen Landes im Dickicht der Machtinteressen drumherum. Das könnte</div><div style="text-align: center;">Gottes Volk mit Heer oder Kraft versuchen. Gelingen werden Neuanfang und</div><div style="text-align: center;">ein Gottesdienst, der ausstrahlt, aber nur im Vertrauen auf Gottes</div><div style="text-align: center;">Geist. Es ist gut, wenn wir Menschen wissen, auf welchen Geist es</div><div style="text-align: center;">ankommt. Bei den Vereidigungen der Bundesminister und</div><div style="text-align: center;">Bundesministerinnen des neuen Kabinetts kam etwas von der Unterscheidung</div><div style="text-align: center;">der Geister zum Ausdruck. „So wahr mir Gott helfe!“ heißt, dass sich</div><div style="text-align: center;">Menschen ihrer eigenen Grenzen bewusst sind und darauf vertrauen, dass</div><div style="text-align: center;">Gottes Geist ihnen helfen kann. Weil wir – trotz alles häufig schlimmen,</div><div style="text-align: center;">doch manchmal auch überraschend wunderbaren Strebens &#8211; Menschen bleiben,</div><div style="text-align: center;">Gott aber Gott ist.</div><div style="text-align: center;">Der Heilige Geist ist Gottes Superpower zum Guten. Und das unterscheidet</div><div style="text-align: center;">seinen Geist von anderen Geistern. Eine Kraft, die Leben schafft; die</div><div style="text-align: center;">Neuanfänge möglich macht; die aus dem Reich des Todes heraufholt und an</div><div style="text-align: center;">Christi Seite in die Gemeinschaft mit Gott führt. Dahinter bleibt unser</div><div style="text-align: center;">Geist immer zurück, das macht im wahrsten Sinne des Worts aber nichts!  </div><div style="text-align: center;">Denn wir dürfen Gott um Seinen Geist bitten! Dürfen uns nach ihm sehnen</div><div style="text-align: center;">und um ihn bitten in den schwärzesten Stunden unseres Lebens. Wie in</div><div style="text-align: center;">einem alten Pfingstlied, das schön ist wie am ersten Tag (Evangelisches</div><div style="text-align: center;">Gesangbuch Nr. 130): O Heilger Geist, kehr bei uns ein und lass uns</div><div style="text-align: center;">deine Wohnung sein, o komm, du Herzenssonne. Du Himmelslicht, lass</div><div style="text-align: center;">deinen Schein bei uns und in uns kräftig sein zu steter Freud und Wonne.</div><div style="text-align: center;">Sonne, Wonne, himmlisch Leben willst du geben, wenn wir beten; zu dir</div><div style="text-align: center;">kommen wir getreten.-</div><div style="text-align: center;">Am nächsten Sonntag im Gottesdienst? Wie wäre das?</div><div style="text-align: center;"> </div><div style="text-align: center;"><i>Peter Schmidt, Pfarrer</i></div><div> </div><div><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-7369 size-medium" src="https://kirche-velbert.de/wp-content/uploads/Peter-Schmidt-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></strong></div><div style="text-align: center;"> </div>								</div>
				</div>
					</div>
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		<title>Hoffnung, die ansteckt</title>
		<link>https://kirche-velbert.de/hoffnung-die-ansteckt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Mar 2025 08:45:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[An(ge)dacht]]></category>
		<category><![CDATA[Andacht]]></category>
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					<description><![CDATA[Ihr Lieben, seit dem 1. Januar sind wir eine neue Art von Gemeinde, nämlich eine Hoffnungsgemeinde.Da hoffen wir mal stark, dass das nicht nur eine Hoffnung ist, sondern dass innen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="6835" class="elementor elementor-6835" data-elementor-post-type="post">
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									<p>Ihr Lieben,</p><p>seit dem 1. Januar sind wir eine neue Art von Gemeinde, nämlich eine Hoffnungsgemeinde.Da hoffen wir mal stark, dass das nicht nur eine Hoffnung ist, sondern dass innen auch das drin ist, was außen draufsteht, nämlich jede Menge Hoffnung. So viel Hoffnung, dass das jetzt neuerdings unser Markenkern ist.</p><p> Ich habe vielen Menschen davon erzählt, dass wir jetzt eine Hoffnungsgemeinde sind, und habe immer den gleichen Spruch zurückbekommen: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“ Und jedes Mal habe ich mich gefragt, ob das nun wirklich den Grund unserer Hoffnung trifft.</p><p>Hoffnung ist derzeit fast das wichtigste Thema überhaupt. Fast alle Menschen sehnen sich nach nichts mehr als nach Hoffnung. Die Nerven liegen blank. Ich spare mir die Details, ihr kennt sie ja selbst. Nur eine Beobachtung von Ende Januar: Amtsbeginn von Donald, dem Unbeschreiblichen. Alle Reporter und Staatsmänner sitzen seit Tagen wie die Kaninchen vor der Schlange und warten, was er als Neustes raushauen wird. Anschließend zerbricht sich die ganze Welt den Kopf, was sie davon halten soll. Die Grenzen von dem, was denkbar und sagbar und vielleicht auch machbar ist, werden jeden Tag ein Stück verschoben. Was soll man da hoffen?</p>								</div>
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									<p>Die ersten Christen waren dafür bekannt, dass sie „Menschen der Hoffnung“ waren. Ihr Umfeld war die Welt der späten Antike, wo Kaiser und Statthalter unfassbare Macht hatten, der 90 Prozent der Bevölkerung wehrlos ausgeliefert waren. Was gab es da zu hoffen? Was machte die Christen zu Menschen der Hoffnung? <br />Es lässt sich mit zwei Worten zusammenfassen: „Jesus lebt“. Jesus, der am Kreuz das Leid und die Schuld der Welt auf seine Schultern genommen hat, ist von Gott auferweckt worden. Hier hat erstmalig in der Menschheitsgeschichte nicht der Tod das letzte Wort. Jesus ist bereits drin im neuen Leben. <br />Und jeder, der Jesus folgt, kann ihm auch in dieses neue Leben hinein folgen. Wir sind „wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten“, so sagt es der erste Petrusbrief (Kapitel 1, Vers 3). <br />Ostern, die Auferstehung Jesu am dritten Tage, wurde zum Ausgangspunkt des christlichen Glaubens an Gott. Und dann wurde klar: Wenn Gott stärker ist als der Tod, dann wird Gott und sein Sohn Jesus auch das letzte Wort haben über alles und über alle. „Alle werden bekennen, dass Christus der Herr ist“ (Philipper 2,10.) Unfassbar, dass alle, wirklich alle, zugeben und eingestehen werden, dass Jesus recht gehabt hat und recht behält mit seinen Worten über Liebe, die selbst dem Feind gilt, mit seinen Worten über Selbsthingabe, die Frieden schafft, und mit seiner radikalen Absage an Gewalt und jede Form von Aggression. <br />Der Liebe und dem Vertrauen auf Gott gehört die Zukunft. Alles, was aus Hass, Gewalt, Angst und Aggression geboren ist, ist „für die Tonne“. Opfer werden von Jesus ins Recht gesetzt. Und Tätern wird nichts anderes übrigbleiben, als ihre Schuld einzugestehen. Was auch mich einschließt, weil ich manchmal auch Täter bin und manchmal Opfer.</p><p>Gott wird die Dinge klären. Und spätestens da wird klar werden, dass wer Gott vertraut und seinem Sohn folgt, dass der auf die richtige Karte gesetzt hat: Liebe ist Trumpf. (Spannende Anspielung, denn „Trump“ bedeutet ja auf Deutsch nichts anderes als „Trumpf“. Und die Frage ist, was sich am Ende als Trumpf herausstellen wird.)</p><p>Die christliche Hoffnung beruht auf einem einmaligen Ereignis in der Geschichte der Menschheit: Der Auferstehung von Jesus, dem Christus. Damit ist die Machtfrage entschieden. End-gültig. <br />Die Mächte des Egoismus und des Hasses sind damit noch nicht gebannt. Sie verursachen unfassbares Leid. Aber Menschen der Hoffnung wissen, dass die Macht des Bösen bereits gebrochen ist. Der jüngste Tag wird es ans Licht bringen. <br />Und von daher brauchen wir als Menschen der Hoffnung nicht vor den Nachrichten zu sitzen wie das berühmte Kaninchen vor der Schlange. Wir können beten. Zuallererst Gott anbeten. Jesus Christus anbeten. Ihm gehört die Zukunft. Und dann können wir Gott um Hilfe bitten für Menschen, die in Not sind. Und wir können anpacken und helfen, wo es in unserer Macht steht.<br />Unsere Hoffnung hat einen Namen:</p><p>_ <em><strong>_ s _ _ _ h _ _ _ t _ _ .</strong></em></p><p>Er lebt. Er ist erfahrbar. Er möchte in uns wohnen. Und damit wohnt die Hoffnung in uns. Es ist die Begegnung mit Christus, die uns mit Hoffnung füllt: Im Gebet. Und gemeinsam mit anderen im Gottesdienst, wo Christen seit 2000 Jahren jeden Sonntag was feiern??? Rrrichtig: Die Auferstehung von Jesus Christus. Und wenn diese Hoffnung in uns lebt, dann fließt sie auch über. Steckt an. Wir können uns gegenseitig mit Hoffnung anstecken. Und unsere Hoffnung wird sich auswirken in der Art, wie wir miteinander umgehen. Wer Hoffnung hat, der muss nicht immer Recht behalten. <br />Wer Hoffnung hat, der kann sich auf die Sichtweise anderer einlassen. Wer Hoffnung hat, der kann sich auch zurücknehmen. Oder auch mutig auftreten. Je nachdem. <br />„Die Hoffnung stirbt zuletzt“ ??? Wenn Christus unsere Hoffnung ist, dann ist er schon längst gestorben. Und auferstanden. Und seitdem ist er höchst lebendig und nicht mehr totzukriegen. Und unsere Hoffnung auch nicht. <br />Und mit all unseren kleinen und mittleren Hoffnungen, die sich manchmal erfüllen und manchmal auch nicht und sich manchmal auch als nicht wirklich sinnvoll herausstellen, können wir uns immer wieder bergen in dieser großen Hoffnung, die den Namen Jesus Christus trägt.</p><p><em>Ihr / euer Uwe Flaig</em></p>								</div>
				</div>
					</div>
		</div>
					</div>
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		<title>Prüft alles und behaltet das Gute</title>
		<link>https://kirche-velbert.de/prueft-alles-und-behaltet-das-gute/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jan 2025 20:03:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[An(ge)dacht]]></category>
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					<description><![CDATA[„Prüft alles und behaltet das Gute!“ Was heißt „prüfen“? Anschauen oder ausprobieren? Und wirklich „alles“? Und was ist das Gute? Ist nicht für jeden Menschen etwas anderes gut? Und kann [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="6517" class="elementor elementor-6517" data-elementor-post-type="post">
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									<p><strong>„Prüft alles und behaltet das Gute!“</strong></p><p>Was heißt „prüfen“? Anschauen oder ausprobieren? Und wirklich „alles“? Und was ist das Gute? Ist nicht für jeden Menschen etwas anderes gut? Und kann man das Gute überhaupt behalten oder ist es nicht etwas, was immer wieder neu ins Leben hineinkommen muss?</p><p>Über die Jahreslosung kann man sofort diskutieren. Mag diese Aufforderung zunächst einfach und alltagspraktisch klingen, wenn man tiefer einsteigt, wird`s ganz schön kompliziert. Aber auch interessant. Mit meiner Tochter hatte ich kürzlich so ein Gespräch. Für sie war das „Prüfen“ mehr ein gründliches Überlegen und Abwägen, während ich gesagt habe: es gehört doch dazu, auch etwas auszuprobieren. Sonst erfährt man nicht, ob es gut ist.</p><p>Was meint nun Paulus mit diesem Satz, der sich in einer Fülle von weiteren Ermahnungen in seinem ersten Brief an die Thessalonicher findet:  </p><p><em>„Weist die Unordentlichen zurecht, <br /></em><em>tröstet die Kleinmütigen, <br /></em><em>tragt die Schwachen, <br /></em><em>seid geduldig gegen jedermann. <br /></em><em>Seht zu, dass keiner dem andern Böses mit Bösem vergelte, <br /></em><em>sondern jagt allezeit dem Guten nach untereinander und gegen jedermann.<br /></em><em>Seid allezeit fröhlich, <br /></em><em>betet ohne Unterlass, <br /></em><em>seid dankbar in allen Dingen; <br /></em><em>denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus an euch.<br /></em><em>Den Geist dämpft nicht.<br /></em><em>Prophetische Rede verachtet nicht. <br /></em><strong><em>Prüft aber alles und das Gute behaltet.<br /></em></strong><em>Meidet das Böse in jeder Gestalt. <br /></em><em>Er aber, der Gott des Friedens, <br /></em><em>heilige euch durch und durch&#8230;“</em> (1. Thessalonicher 5,14-23)</p><p>Paulus hat bei diesen Worten die verschiedenen Menschen in Thessaloniki vor Augen &#8211; eine Gemeinde, die er vor einiger Zeit gegründet hat. Immer wieder denkt er voller Freude an diese Tage zurück, aber zugleich ist er auch voller Sorge um das weitere Wohlergehen der noch sehr jungen Gemeinde. Und deshalb sind es keine Mahn- oder Drohworte,  sondern Worte aus der Liebe und Zuwendung heraus. Also nicht: So müsst ihr leben!, sondern: So könnt ihr leben! Paulus möchte, dass seine Gemeinde wächst, nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich. Und in diese intensive Beziehung, die Paulus zur Gemeinde hat, dürfen wir uns mit hineingenommen fühlen.</p>								</div>
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									<p>Denn wir sind vielleicht gar nicht so weit entfernt von der damaligen Situation der Menschen in Thessaloniki. Gründen wir nicht auch gerade eine neue Gemeinde? Die „Evangelische Hoffnungsgemeinde Velbert und Tönisheide“! Zugegeben, wir haben natürlich schon etwas Erfahrung mit dem Gemeindeleben in unseren „alten“ Kirchengemeinden und doch entsteht gerade etwas Neues. Wir werden größer und vielfältiger und bringen jede Menge Traditionen und Erfahrungen mit. Und dieses Wort <strong>„Prüft alles und behaltet das Gute!“</strong> kann uns dabei helfen, unsere neue Gemeinde zu gestalten. Aus der Liebe und Zuwendung heraus. Denn vorausgesetzt ist, dass wir bereits von Gott gehalten sind. Er lebt mitten unter uns, in uns und durch uns. Das ist „das Gute“! Und aus dieser guten Gewissheit heraus können wir „prüfen“, Altes loslassen und Neues ergreifen. Unsere Energie brauchen wir nicht in irgendwelche Formen der Selbstbehauptung stecken, sondern: wenn wir uns selbst wertgeschätzt und angenommen wissen, werden wir offen für andere und anderes. Offen auch für noch Unvertrautes und Unerprobtes.    </p><p>Und deshalb stimmt es wahrscheinlich, dass beides zum „Prüfen“ gehört: ein gründliches Überlegen und Abwägen, aber auch Neues und Ungewohntes auszuprobieren. Wichtig ist, dass wir dabei unsere Beziehungen nicht aus den Augen verlieren, dass wir einander wahrnehmen und Gehör schenken. Und uns vergewissern, dass Gott bei uns ist. Denn wir „behalten das Gute“ auch gerade dadurch, dass wir es immer wieder neu in unserem Gemeindeleben entdecken!  </p><p>Auf ein lebendiges und gutes Miteinander freut sich</p><p><em>Pfarrerin Maret Schmerkotte</em></p><p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6518 size-medium" src="https://kirche-velbert.de/wp-content/uploads/Maret_Schmerkotte-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" srcset="https://kirche-velbert.de/wp-content/uploads/Maret_Schmerkotte-199x300.jpg 199w, https://kirche-velbert.de/wp-content/uploads/Maret_Schmerkotte-680x1024.jpg 680w, https://kirche-velbert.de/wp-content/uploads/Maret_Schmerkotte-768x1157.jpg 768w, https://kirche-velbert.de/wp-content/uploads/Maret_Schmerkotte.jpg 1000w" sizes="(max-width: 199px) 100vw, 199px" /></p>								</div>
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		<title>Geh aus, mein Herz und suche Freud …</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Nov 2024 13:53:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[An(ge)dacht]]></category>
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					<description><![CDATA[Liebe Gemeinde, dies sind die letzten Verse von Paul Gerhardts Sommerlied „Geh aus, mein Herz und suche Freud…“ Wir haben sie im kirchenmusikalischen Gottesdienst am 18. August d. Jahres in [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="5654" class="elementor elementor-5654" data-elementor-post-type="post">
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									<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-5655 " src="https://kirche-velbert.de/wp-content/uploads/Pfarrer_Poenitz-300x197.jpg" alt="" width="300" height="197" data-wp-editing="1" srcset="https://kirche-velbert.de/wp-content/uploads/Pfarrer_Poenitz-300x197.jpg 300w, https://kirche-velbert.de/wp-content/uploads/Pfarrer_Poenitz.jpg 524w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p><p>Liebe Gemeinde,</p><p>dies sind die letzten Verse von Paul Gerhardts Sommerlied „Geh aus, mein Herz und suche Freud…“</p><p>Wir haben sie im kirchenmusikalischen Gottesdienst am 18. August d. Jahres in der Christuskirche gesungen. Diese letzten Verse sind weniger bekannt als die ersten. In den ersten Strophen ist von Narzissen und Tulpen die Rede, die „schöner sind als Salomonis Seide“, von der Lerche, die sich in die Luft schwingt oder von der Glucke, die ihr „Völklein“ ausführt. Eine Gottesdienstbesucherin sagte mir, dass sie diese ersten Strophen gut auswendig kann, aber die letzten nicht und sie auch gar nicht in Erinnerung hat.</p><p>Aber diese letzten Verse möchte ich Ihnen, möchte Ich Euch an dieser Stelle besonders ans Herz legen. Sie sprechen von einem Wachstum, das sich ereignen kann, auch wenn in der Natur das Wachsen aufgehört hat und sich die Bäume wieder entblättern. Paul Gerhardt ist der Meinung, dass es unabhängig vom Naturgeschehen ein geistliches Wachstum gibt, ein Stärker werden im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe.</p><p>Diese Zeilen schreibe ich Ihnen Ende August 2024. Die Tagesnachrichten tönen von schweren, fast unlösbar erscheinenden Konflikten in vielen Teilen der Welt.</p><p>Es passiert der furchtbare Messer-Anschlag auf einem Jubiläums-Stadtfest, 26 km von uns entfernt in Solingen. Die Zeichen der Zeit sind ernst. Sie verlangen nach Menschen mit einem soliden und starken Fundament, ja, nach Menschen, die grünen, blühen und Früchte hervorbringen, auch wenn vieles nach dem Gegenteil aussieht. Sind wir gerüstet? Sind wir innerlich vorbereitet? Wie steht es um unsere Reife im christlichen Glauben?</p><p>Wenn wir das Gefühl haben, für unser geistliches Wachstum etwas tun zu wollen, können die Lieder von Paul Gerhardt eine Hilfe sein. In einer schweren Erkrankung vor einigen Jahren war mir z.B. „Befiehl du deine Wege“ mit seinen 12 Strophen ein unverzichtbares Therapeutikum. In Paul Gerhardts Liedern ist spürbar: sie sind einem harten Leben abgerungen. Dieser Dichter (1607-1676) ist während des Dreißigjährigen Krieges aufgewachsen.</p><p>Er hat drei seiner Kinder zu Grabe tragen müssen, seine Frau stirbt nach nur 13 Ehejahren. Bis zu seinem Ende muss er sich in seinem Pfarrberuf mit verletzenden Konflikten herumschlagen. Düstere Stunden sind ihm gewiss nicht fremd. Wenn er von der Geborgenheit in Gottes Liebe in Christus singt, redet er nicht als ein Blinder von der Farbe, sondern als jemand, der weiß, wie heftig dieser Glaube angefochten werden kann. Der das wahr- nimmt und sich doch davon in der Tiefe nicht beeindrucken lässt!</p><p>Nicht nur im Gesangbuch, auch im Internet sind Paul Gerhardts Lieder zu finden. Für den Morgen und für den Abend, für Advent und Weihnachten, Karfreitag und Ostern und auch für andere Gelegenheiten. Eine tiefe Dankbarkeit kommt in diesen Chorälen zu ihrem Ausdruck, eine Freude, die nicht von dieser Welt ist und doch in ihr wirksam.</p><p>Lassen wir uns von dieser Freude anstecken!<br />Sie zeugt von einer Wirklichkeit, die alles relativiert, was auf uns zukommen mag.<br />Dazu die letzte Strophe aus „Ist Gott für mich, so trete gleich alles wider mich…“:</p><p>„Mein Herze geht in Sprüngen und kann nicht traurig sein, ist voller Lust und Singen, sieht lauter Sonnenschein, die Sonne, die mir lachet, ist mein Herr Jesu Christ, das, was mich singen machet, ist, was im Himmel ist.“</p><p><i>Mit herzlichen Grüßen,<br />Ihr Pfarrer im Ruhestand<br />Karl-Erich Pönitz</i></p>								</div>
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