Zum 90. Geburtstag
Gerd Sandrock.
Ein Name wie ein Gleichnis:
Sand ist beweglich, aber der Fels (= englisch rock) der feste Grund,
auf dem der kluge Mann sein Haus baut, Matthäus sieben
Ein Mann mit einem eigenen Bibelkapitel
Neunzig Jahre.
Ein Weg, der klingt nach CVJM‑Abenden, nach Westbund‑Sitzungen, nach Evangelischer Allianz, nach Bibelkreis im Gemeindehaus und Predigten, die mehr waren als Worte.
Er, der zwei Pfadfinder‑Mädchen einfach mitmachen ließ und nicht lange fragte, ob man das darf
Er tat es einfach. Weil Herz manchmal schneller ist als Regeln.
Er, der durch Velbert geht, seine Heimat, deren ursprüngliche Sprache er noch beherrscht, das Velberter Platt.
Der seine Nachbarn, die Schmerkottes, mag, und die Gottesdienste in der Alten Kirche und in der Christuskirche
an der Hofstraße und an der Bleibergquelle, Orte, an denen er zu Hause ist und eine Tasse Kaffee schätzt, solange er nicht zu dünn ist
Donnerstags bei Blaczenka: ein Mittagstisch, der mehr ist als Essen. Ein Ritual, das die Woche zusammenhält.
Seine Kinder, Enkel, Freunde im ganzen Land — ein Netz aus Herzen, das ihn trägt.
Und dieses Jahr fällt sein Geburtstag auf Pfingsten.
Vielleicht lächelt der Heilige Geist ein wenig breiter, weil er weiß:
Hier wird einer neunzig, der ihn oft genug weitergetragen hat.
Neunzig Jahre. Und immer noch ein Mann, der Spuren hinterlässt — nicht im Sand, sondern im Leben anderer.
Und das noch hoffentlich viele Jahre lang