Gemeinschaft trotz Regen – unser Schöpfungsgottesdienst
Eigentlich hatten wir uns alle auf einen besonderen Open-Air-Gottesdienst am Feiertag Christi-Himmelfahrt gefreut: unter freiem Himmel, mitten in Gottes Schöpfung, mit Tiersegnung und vielen großen und kleinen Gästen auf vier Pfoten, Hufen oder Flügeln. Denn wir feierten unseren Schöpfungsgottesdienst zum Gedenktag des Franz von Assisi, der wie kaum ein anderer für die Liebe zu Gottes Geschöpfen steht und vor 800 Jahren den Vögeln predigte.
Doch das Wetter hatte andere Pläne. Der anhaltende Regen machte eine Feier im Freien leider unmöglich. Stattdessen fanden wir in der Christuskirche einen warmen, geschützten Ort – und rückblickend war das mehr als nur ein „Plan B“.
Die Kirche füllte sich schnell mit Menschen, Regenschirmen und natürlich auch mit Tieren, die neugierig ihre neuen Plätze erkundeten. Trotz des grauen Himmels draußen entstand drinnen eine lebendige, herzliche und sehr besondere Atmosphäre. Vielleicht war es gerade dieses spontane Zusammenrücken, das den Gottesdienst so intensiv gemacht hat.
Im Mittelpunkt stand die Dankbarkeit für Gottes Schöpfung und die Verantwortung, die wir für sie tragen. Die Tiersegnung wurde zu einem bewegenden Moment: Hunde, Kleintiere – und sogar ein paar Stofftiere – wurden einzeln von Pfarrerin Maret Schmerkotte gesegnet. Wir spürten dabei, wie eng Gottes Liebe zu uns mit seiner Liebe zu allen Geschöpfen verbunden ist.
Klaviermusik und gemeinsames Singen erfüllte den Raum, und viele sagten im Anschluss, dass sie den Gottesdienst als besonders warm und berührend erlebt haben. Manchmal zeigt sich eben gerade in solchen Momenten, dass Gottes Nähe nicht vom Wetter abhängt.
Wir danken allen, die so flexibel mitgeholfen haben – beim Umbau, beim Begrüßen, beim Musizieren und beim spontanen Umplanen. Und natürlich danken wir allen, die gekommen sind, trotz Regen, nasser Schuhe und tropfender Fellnasen. Ein besonders herzlicher Dank gilt dem Tierheim Velbert und dem NABU, die auch mit Infoständen im Gemeindehaus präsent waren. Jutta Dausend erzählte von der Arbeit im Tierheim und lud dazu ein, die ehrenamtliche Arbeit dort kennenzulernen. Peter Böhme berichtete darüber, wie es dazu kam, dass jetzt schon seit mehr als 10 Jahren Turmfalken in der Christuskirche brüten können. Der Nistkasten wird nach wie vor gerne angenommen und aktuell sind 6 Eier im Nest. Peter meinte, die Küken würden wohl in 14 Tagen schlüpfen. Also Augen aufhalten in den nächsten Wochen!
