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der Ev. Kirchengemeinde
Velbert


 

Eckpunkte der Gemeindegeschichte

bis zum Anfang des 16. Jhdt.

gehören die knapp 50 Familien im noch katholischen Kirchspiel Velbert mit den Honschaften Velbert, Krewinkel, Hetterscheidt und Leubeck zum Bereich der Abtei Werden. Die zuständige Pfarrkirche ist St. Clemens am Born in Werden. Eine ihrer insgesamt vier Filialkirchen ist die Kapelle der Heiligen Ida in Velbert.

1518

trotzen die Velberter Bauern nach mehr als 100jährigem Bemühen dem Abt in Werden einen eigenen Vikar für ihre Kapelle ab, der sogar in Velbert wohnen darf. Alle Sakramente wie Taufe, Heirat, letzte Ölung werden aber nach wie vor nur in Werden ausgeteilt.

1529

erteilt der Herzog von Berg nach inständigen Bitten der Velberter Bauern, aber gegen den ausdrücklichen Willen des Werdener Abtes u.a. die Genehmigung, die Toten aus Velbert auf einem eigenen Kirchhof an der Ida-Kapelle zu bestatten.

ab 1548

sind erste vereinzelte lutherische Gottesdienste in der Ida-Kapelle nachgewiesen.

um 1560

tritt der 1556 nach Velbert gekommene katholische Vikar Winmar Schönfeld mit den Bauern des Kirchspiels Velbert zum lutherischen Glauben über. Nach wenigen Jahren gibt es in Velbert keinen Katholiken mehr.

1617

versucht der Werdener Abt ein letztes Mal, in Velbert einen katholischen Prediger zu manifestieren

1618 bis 1620

erfolgt die streithafte Auftrennung der Velberter Gemeinde in die Lutherische und die Reformierte Gemeinde.

1627

verbietet der Landesherr die Religionsausübung der Reformierten in Velbert. Pfarrer Peter Sondermann orientiert sich bereits seit 1625 nach Langenberg, bevor er 1630 endgültig dorthin geht.

1665

wird die Reformierte Gemeinde offiziell wieder zugelassen.

1669

existiert in Velbert eine „Armenkasse“, aus der die Bedürftigen beider Gemeinden unterstützt werden.

1680

erbaut die Reformierte Gemeinde ein eigenes Pastorat in unmittelbarer Nähe zur Kirche. Grund und Boden werden von der Familie Gaddum gestiftet, die Baukosten übernimmt die Reformierte Gemeinde Neviges.

1683

gründen die Reformierten aus den Honschaften Leubeck und Hetterscheidt eine eigene Reformierte Gemeinde Heiligenhaus. Velbert erkennt diese erst 1710 in einem Vergleich über die Pfarrgrenzen an.

1697

werden durch Gerichtsurteil sowohl das Pastorat wie auch die Kirche und deren Renten zu gleichen Teilen zwischen Lutheranern und Calvinisten aufgeteilt.

1714

wählen die Lutheraner der Honschaft Leubeck einen eigenen Pastor. Als eigenständige Lutherische Gemeinde wird Heiligenhaus von den Velberter Glaubensgenossen und der lutherischen Bergischen Synode aber erst 1720 anerkannt. Zum Pfarrgebiet zählen dann auch die Lutheraner in Hasselbeck und Isenbügel.

1731

wird von den Lutherischen in der ehemaligen Ida-Kapelle eine Orgel installiert, die von den Reformierten nicht mitbenutzt werden darf.

1765/66

wird die längst baufällige Velberter Kirche, die vormalige Kapelle der Heiligen Ida, abgerissen.

1766/69

wird die neue (heute: Alte) Kirche auf dem Fundament der Ida-Kapelle errichtet und eingeweiht.

1825

treten beide evangelischen Gemeinden - getrennt - der „Preußischen Union“ bei und nennen sich ab da „größere“ und „kleinere“ evangelische Gemeinde.

1829

endet der Streit um die Mitbenutzung der Orgel nach drei Gerichtsprozessen damit, dass die kleinere Gemeinde eine eigene Orgel in die Kirche einbaut.

1837

präsentiert sich die Velberter Kirche endlich mit dem Spitzturm, so wie man sie heute kennt.

1862

vereinigen sich beide Gemeinden zur evangelischen Gemeinde.

1863

erfolgt die Gründung des ersten ev. Frauenvereins

1881

erfolgt die Gründung des Männer- und Jünglingsvereins (heute CVJM)

1885

findet die erste Sonntagsschule statt (heute Kindergottesdienst)

1891

ist das Vereinshaus (1. Bauabschnitt des Gemeindehauses, Oststraße 38) mit Eingang von der Mühlenstraße (heute: Koelverstraße) fertig gestellt.

1893

wird Pfarrer Karl Idel wegen seiner Schrift "Das größte Übel in der Welt", die er während seiner Amtszeit in Velbert herausbringt, von der Kirchenleitung seines Amtes enthoben und muss eine Gefängnisstrafe absitzen. Er stirbt am 15.7.1902 als "christlicher Dissident" in Elberfeld.  Heute wird er als „Vater“ der freikirchlichen Gemeinden angesehen.

1898

wird eine Diakonisse aus Kaiserswerth als erste Gemeindeschwester eingestellt.

1900

wird die erste ev. „Kleinkinderschule“ in Velbert gegründet und findet ihr Zuhause in Räumen und Garten des ehemaligen lutherischen Pastorats an der Kirchhofstraße (heute Bahnhofstraße).

1910

wird die neu erbaute Christuskirche eingeweiht.

1920

wird das Gemeindeamt mit einem hauptamtlichen Verwaltungsbeamten eingerichtet

1924

erscheint „Der Sonntagsgruß“, der erste Gemeindebrief in Velbert

1931/39

gibt es erhebliche Auseinandersetzungen innerhalb der ev. Gemeinde Velbert zwischen den Deutschen Christen und der Bekenntnisgemeinde.

1946/50

finden die ersten drei Synoden der Preußischen Landeskirche nach der Zeit des Nationalsozialismus, die seit 1932 unterbrochen waren, im Velberter Bürgerhaus, der Alten Kirche und der Christuskirche statt. Dabei wird 1948 die Evangelische Kirche im Rheinland gegründet.

1954/60

erfolgen Bau und Einweihung von Apostel-, Johannes-, Markus- und Thomaskirche

1958

muss die ev. Gemeinde Velbert aufgeteilt werden. Fortan gibt es nebeneinander die ev. Kirchengemeinde Velbert-Dalbecksbaum und die ev. Kirchengemeinde Velbert.

1968

wird die Friedenskirche eingeweiht

2009

wird die Johanneskirche als Predigtkirche aufgegeben

2014

wird die Thomaskirche als Predigtkirche aufgegeben

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Mitarbeiter des Archivs

 

 

Dr. Ingomar Haske



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